Die Stadt & The City
„Die Stadt & The City“ ist ein interaktives Tanz-Spiel für den öffentlichen Raum, das sich an digitalen Games orientiert.
Eine Fußgängerzone wird ein Wochenende lang zum Schauplatz des Geschehens: Hinter einem Panoramafenster – etwa im Schaufenster eines Kaufhauses oder eines verlassenen Cafés – sitzen Spielende, rekrutiert aus dem Publikum. Das Publikum ist in den Spielverlauf aktiv einbezogen, indem es über Funk sogenannte „Avatare“ lenkt – Tänzer- und Performer:innen, die in Echtzeit durch die Fußgängerzone agieren: mal unauffällig-alltäglich, mal grotesk und fantastisch, mal eruptiv und dynamisch. Es entstehen Situationen, in denen Allianzen gebildet, Entscheidungen getroffen und Verantwortung übernommen werden muss – demokratische Prozesse im Kleinen, erfahrbar durch eine Art ferngelenktes Twister-Spiel. Stadtraum wird zur Bühne, zum Spielfeld, zum sozialen Resonanzraum.
Ziel des Spiels ist es, gemeinsam Monster zu fangen – durch Koordination, Kommunikation und strategisches Agieren der Avatare. Gleichzeitig müssen Barrieren der Quanten Busters überwunden werden. Der Spielverlauf ist geprägt von absurden Situationen, improvsierten Mini-Dramen und überraschenden Begegnungen mit der Öffentlichkeit. Regeln entstehen, werden gebrochen und neu ausgehandelt. Das Spiel lebt von Reibung, Kollektivität und der Intelligenz der Gruppe.
„Die Stadt & The City“ ist inspiriert durch den Roman „The City & The City“ von China Miéville. Im Roman werden zwei Städte beschrieben, die sich nahezu nahtlos überlagern und nur durch sorgfältig eingehaltene Mechanismen bewusster Nicht-Wahrnehmung getrennt bleiben. Das Projekt überträgt Mechanismen, wie sie im Roman beschrieben werden ,auf den realen Stadtraum in Berlin.
Eine Produktion von Showcase Beat Le Mot mit dem HAU Hebbel am Ufer und dem Theater Magdeburg. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ –Koproduktionsförderung Tanz, gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
