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„Gomune“ ist ein altes japanisches Wort für Schauspieler, die ihr Geld ohne feste Spielstätte auf der Straße verdienen mussten.

In ihrer neuen Performacereihe Gomune erzählen Showcase Beat Le Mot auf der Basis des japanischen Comics Kozure Okami die Geschichte des ehemaligen Scharfrichter des Shogun, Ogami Itto, der durch eine Intrige des verfeindeten Yagyu- Clans vom Hof verstoßen wird und nun zusammen mit seinem Sohn Daigoro als Ronin durch das Japan der Edo-Zeit wandert. Er sammelt Geld für einen letzten großen Kampf, um Rache zu nehmen und um die Ehre seiner Familie für seinen Nachkommen Daigoro wiederherzustellen.

Mit der viel gelobten Serienproduktion entwickelt das Performancekollektiv Showcase Beat Le Mot ein neues Theater für den kulturellen Notstand. Die Gruppe hat sich eine Aufführungsstrategie erfunden, die nach dem Konzept einer Musikband funktioniert. Die serielle Idee, und die hoch ökonomische Art des Produzierens münden dabei in eine neue Bühnensprache, die mit einfachsten technischen Mitteln spektakuläre Bilder erzeugen und eine Geschichte weitererzählen kann, von der die Zuschauer stets gefesselt werden. Im Verlauf der letzten Monate, und nach Aufführung von bereits 21 (!) unabhängigen Folgen des 8000 Seiten starken Mangas, und mit ebenso vielen spektakulären Kills in freier Interpretation alter japanischer Kampftechniken, haben sich die alten Hasen der deutschsprachigen Performanceszene mit Gomune wieder einmal eine treue Fangemeinde erobert, die weit über das branchen-interne Spezialistenpublikum hinausreicht.

„Eine hochintelligente Umsetzung von Manga-Impressionen mit einfachen Mitteln. Theater avanciert zum Gesamtkunstwerk. ‚Gomune’ ist allumfassendes Event, in dem das Publikum sinnlich teilhat an Spieltrieb und Fantasie der Gruppe.“
(Rheinische Post, 17.11.2003)

ANKÜNDIGUNGSTEXT

Fünf gespaltene Körper liegen am Wegrand: Bizen, Kurato, Gunbei, Hoijro und Sakaya. Die fünf Nachkommen des Hauses Yagyu. Gefallen durch das Schwert Ogami Ittos, des ehemaligen Scharfrichters des Shogun. Nur Retsudo Yagyu, das Oberhaupt des Clans, ist noch am Leben. Doch Itto Ogamis Durst nach Rache ist unstillbar. Zusammen mit seinem Sohn Daigoro macht er sich auf den Weg nach Edo, um das Haus Yagyu endgültig zu vernichten. Der letzte Kampf mit Retsudo, seinem Widersacher, der ihm seine Stellung am Hof des Shogun, seine Ehre und seine Familie nahm, steht unausweichlich bevor...

In der neuen Spielzeit präsentieren die Comicforscher von Showcase Beat Le Mot in der Manga-Performance-Serie GOMUNE das Ende der Saga von KOZURE OKAMI, dem einsamen Wolf mit seinem Jungen. Am letzten Abend im Dezember, in einem Theatermarathon über mindestens zwölf Folgen, wird alles vorbereitet sein für den entscheidenden Kampf. Einem Kampf, in dem es nicht nur um die Rache und Ehre zweier Samurais geht, sondern in dem letztendlich über die Zukunft des Shogunats und somit ganz Edos entschieden wird....


In ihrer neuen Performace GOMUNE erzählen Showcase Beat Le Mot auf der Basis des japanischen Comics Kozure Okami die Geschichte des ehemaligen Scharfrichter des Shoguns, Ogami Itto, der durch eine Intrige des verfeindeten Yagyu- Clans vom Hof des Shogun verstoßen wird und nun zusammen mit seinem Sohn Daigoro als Ronin durch das Japan der Edo-Zeit wandert. Verfolgt von Retsudo Yagyu und um zu überleben, verlässt Ogami Itto den Weg des Kriegers und macht sich den Weg in die buddhistischeHölle zur neuen Philosophie. Als Auftragskiller zieht er durch die Provinzen Japans, um Geld für einen letzten Kampf gegen den Yagyu-Clan zu sammeln, um Rache zu nehmen und um die Ehre seiner Familie für seinen Nachkommen Daigoro wiederherzustellen.

GOMUNE ist eine Performance-Serie, die an verschiedenen Orten (Theatern, Clubs) stattfindet. Die einzelnen Abende adaptieren hierbei die Erzählstruktur und den Inhalt des Comics, das den Weg Ogami Ittos durch Japan zeigt. Neben zeitgenössischen Techniken bei Licht, Video und Musik werden in den verschiedenen Aufführungen auch Stilmittel des Noh und Kabuki verwendet.
Letztendlich geht es in GOMUNE nicht darum, eine Reproduktion japanischer Theaterstile auf der Basis eines Mangas aus der Edo-Zeit zu präsentieren, sondern einen Performancestil zu entwickeln, der so weit voranschreitet, dass rote Wollfäden Blutspritzer sind, dass ein Stroposkop in Zeitlupe die Panels eines Mangas ersetzen kann, und dass der Weg zur Hölle wunderschön ist.