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Tanztheaterstück für ein junges Publikum

Mit dem „Teufel“ suchen wir, wie in allen unseren Kinderstücken, einen Weg, die assoziative Freiheit der Performance mit dem narrativen Kohärenzbedürfnis eines jungen Publikums zu vereinbaren. Der Junge mit der Glückshaut ist ein großer Wortmacher, ein Trickster, der sich aus jeder noch so ausweglosen Situation mit Hilfe seines unschlagbaren Mundwerks herausreden kann. Er fungiert als erzählerischer Anker für die Kinder und begleitet sie durch die Unwägbarkeiten des Abstiegs in die Hölle. Damit ist er eine Art Orpheus, geschützt von einer semantisch-musikalischen Blase, die ihm die teuflische Bilderwelt des Schweigens gewogen macht. Seine Widersacher sind die Verneiner und Verhinderer: über der Erde der König, dem geweissagt wurde, dass der Junge seine Tochter heiraten und sein Reich erben würde. Unter der Erde der Teufel, der Brunnen austrocknen und Bäume verdorren lässt. Das Märchen ist eine Reise voller Prüfungen. Sie führt vom Haus der Eltern in den Räuberwald, von dort zum Königshof und weiter zum Weinbrunnen, zum Baum mit den goldenen Äpfeln, zum Fährmann, hinunter in die Hölle und wieder zurück. Jede dieser Stationen ist zugleich ein Hindernis und eine Chance. Schließlich endet alles dort, wo es angefangen hat: im Haus der Eltern, das nur scheinbar unverändert ist, denn inzwischen hat sich die ganze Welt einmal um sich selbst gedreht.

"Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ ist eine Produktion von Showcase Beat Le Mot.

In Koproduktion mit Theater Freiburg, Deutsches Theater Berlin, FFT Düsseldorf und Kampnagel Hamburg.

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Kulturbehörde Hamburg.