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Liebe Kinder, liebe Käfer, sehr geehrte Damen und Herren!
Wenn das Christkind, der Nikolaus, das Sandmännchen und der Osterhase am gleichen Tag kommen, dann wird es Zeit, das eigene Leben zu überdenken.
Kurz vor WK I schrieb der preußische Offizier außer Diensten Gerdt von Bassewitz die Geschichte vom Maikäfer Sumsemann, der zusammen mit den Kindern Peterchen und Anneliese zum Mond fliegt, um sein sechstes Beinchen zurückzuholen, das ihm der böse Mondmann gestohlen hat. Dabei begegnen sie allen Protagonisten kindlicher Wunschphantasien, werden von den Naturgewalten Donner, Blitz, Wasser, Sturm und Eis geprüft, aus einer Kanone abgeschossen, mit Süßigkeiten vollgestopft und am Ende beinahe selbst verspeist.
Nachdem wir uns durch ein gutes Dutzend grauenvoller Bearbeitungen
wohlmeinender Diplomerzieher gefressen hatten wie durch die Pfannkuchenwand am Eingang zum Schlaraffenland, fanden wir endlich in der vergammelten Toilette eines Vorstadtantiquariats einige vergilbte Seiten der Originalfassung, die sich seit ihrer Uraufführung im Jahr 1912 niemand mehr zu spielen traut.

Wir schon.

PETERCHENS MONDFAHRT
ist der Amoklauf im Kinderzimmer! Ein kosmisches Allegoriengeballer in Versform! Peterchens Mondfahrt ist schwarze Pädagogik vom Feinsten!
Also genau das, was wir suchten!
Wir, Showcase Beat Le Mot
gründen eine Maikäfersekte, die mit einem musikalischen Ritual
in ihrem “Tempel des sechsten Beinchens” das Abenteuer ihres großen Vorfahren Sumsemann nachvollzieht.
Es wird gepredigt, getanzt, gesegnet, geflogen, und alle werden satt.
Darum kommt in Schwärmen, und singt mit uns den Gospel von Melolontha Melolontha.
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“Peterchens Mondfahrt" eine Koproduktion zwischen Theater an der Parkaue, junges Staatstheater des Landes Berlin, Showcase Beat le Mot, Schauspiel Frankfurt und Dschungel Wien.
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Regie / Bühne: Showcase Beat Le Mot
Es spielen: Nicola Duric, Thorsten Eibeler, Dariusz Kostyra, Veit Sprenger
Kostüme / Interaktionselektronik: Tobias Euler
Video: Alexej Tchernyi
Musik: Mense Reents
Bühnenbau: Christian Wenzel
Grafik: Katja Eichbaum
Regieassistenz: Stefan Rüdinger
Theaterpädagogin / Dramaturgin: Amelie Mahlmann
Produktionsleitung: Olaf Nachtwey